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Erst Traumtor dann später Doppelpack: D/A schlägt den Bremer SV

– 1. Herren
Foto: Jörg Struwe

D/A muss gegen den Tabellenletzten Bremer SV richtig malochen für die drei Punkte. Nach einem Sonntagsschuss und einem Doppelschlag steht der neunte Saisonsieg.

Bremen. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel hat am Sonntagnachmittag gegen den Bremer SV mit 3:0 gewonnen und den zweiten Tabellenplatz verteidigt. Es ist der neunte Erfolg in dieser Saison.

Es ist das erwartete Geduldsspiel für D/A. Der Bremer SV beschränkt sich auf die Defensive, aufs Malochen, aufs Wegverteidigen der offensiven Drochterser Wucht. Die Fünfer-Abwehrkette steht nur wenige Meter vor dem eigenen Strafraum.

Drochtersen erspielt sich Freistöße und Ecken. Es geht viel über die Flügel. Die Mitte ist dicht. Aber die Präzision der Flanken stimmt am Anfang der Partie noch nicht. Bremens Keeper Lucas Fox wirkt ein wenig unsicher bei aufsetzenden Bällen. Der Rasen ist bei Dauerregen nicht im besten Zustand.

Das ist die D/A-Startelf gegen den Bremer SV

D/A-Trainer Oliver Ioannou vertraut gegen den Bremer SV der Startelf, die er bereits am letzten Spieltag beim 7:2-Sieg gegen den SSV Jeddeloh auf den Rasen geschickt hat. Jesper Heim steht im Tor. Luca Menke, Muhammad Dahaba, Dominique Ndure und Jannes Elfers bilden die Defensive. Jorik Wulff und Ole Schulz spielen im Mittelfeld. Auf den Außenbahnen startet das Duo Niclas Dühring und Alla Aid Hamid. Im Sturm wirbeln Tom Sanne und Christopher Schepp.

Jannes Elfers feiert an diesem Sonntag seinen 31. Geburtstag. Der Außenverteidiger steht in der laufenden Saison zum elften Mal im Kader und gab bereits drei Torvorlagen. Er ist der dienstälteste D/A-Spieler auf dem Platz. Ein Drochterser Urgestein, das nach seinem Wechsel vom TSV Großenwörden im Jahr 2007 nie bei einem anderen Verein unter Vertrag stand. Elfers wird in den nächsten Wochen die 300er-Marke knacken. Am Sonntag steht er das 298. Mal für D/A I oder D/A II auf dem Platz.

In der 14. Minute kommt der Gastgeber erstmals gefährlich aus der eigenen Hälfte. Bremen läuft einen Konter über die linke Seite. Bastian Redecker verfehlt das Tor beim Abschluss deutlich. Es bleibt die einzige Offensivaktion der Hausherren in Hälfte eins.

Drochterser Tormaschine gegen den Tabellenletzten

Im Stadion am Panzenberg in Bremen trifft der Tabellenletzte auf einen der Meisterschaftsfavoriten. Die Mannschaft, die in elf Spielen erst neun Mal das Tor getroffen hat, spielt gegen die Tormaschine der Liga. D/A führt die Statistik mit 40 Treffern an. Beim Blick auf die solide Defensivleistung der Bremer hatte Ioannou „kein Feuerwerk erwartet“.

Tom Sanne kann D/A in der 22. Minute in Führung bringen. Der Gegner schenkt ihm eine Chance. Deniz Koldzic sieht bei einem Kopfballversuch nicht gut aus und legt Sanne den Ball auf. Der schließt mit rechts ab und verzieht. Elf Minuten später macht er es besser. Viel besser.

Niclas Dühring und Jannes Elfers legen Sanne in einer Gemeinschaftsproduktion seinen 13. Saisontreffer auf. Der Mittelstürmer schlenzt den Ball von der linken Strafraumkante mit rechts in die lange Ecke. Innenpfosten. Rein. D/A jubelt. Ein Traumtor als „Dosenöffner“, sagt Sannes Trainer.

Luca Menke bleibt verletzt in der Kabine

Niclas Dühring hat zwei Minuten später das 2:0 auf dem linken Fuß. Ein fulminanter Schuss aus 30 Metern. Bremens Keeper Lucas Fox fliegt in seine rechte obere Ecke und lenkt den Ball mit seinen Fingerspitzen an den Pfosten. D/A kontrolliert das Spiel gegen den Tabellenletzten fast nach Belieben. In der Defensive machen Luca Menke und Muhammad Dahaba die Angriffsversuche der Bremer im Keim zunichte.

In der Pause muss Oliver Ioannou seine Abwehr umstellen. Luca Menke bleibt draußen. Für ihn kommt Matti Steinmann. Menke war früh in einen Zweikampf verwickelt und verletzte sich am Kopf. In der Pause war im unwohl. Eine Vorsichtsmaßnahme. An der Statik des Spiels ändert das nichts. Auch nach der Pause beschränkt sich Bremen aufs Verteidigen, lauert auf Konter und D/A versucht, dieses Bollwerk ein zweites Mal zu knacken. Aber auf dem Acker auf dem Panzenberg fällt Fußballspielen schwer.

Schiedsrichter Björn Behrens gibt nach einer Stunde nur Abstoß nach einem Zweikampf zwischen dem Bremer Vedat Tunc und D/A-Stürmer Christopher Schepp. Schepp hätte gern den Strafstoß bekommen und beschwert sich auf dem Rasen sitzend mit ausgebreiteten Armen. Das D/A-Spiel verliert in dieser Phase an Qualität. Bremen wird gefährlicher.

Erster ernsthafter D/A-Abschluss in der 70. Minute

In der 68. Minute verpasst BSV-Spieler Ian Scheffler nach schnellem Umschalten den Ausgleich. Bei seinem Abschluss ist ein Drochterser Bein im letzten Moment dazwischen. Da hat D/A Glück. Die erste nennenswerte Möglichkeit der Kehdinger in der zweiten Halbzeit vergibt Tom Sanne in der 70. Minute. Der eingewechselte Ole Wohlers hatte sich rechts gut durchgesetzt und für Sanne aufgelegt.

D/A erinnert sich spät an die torreichen Fußball-Galas der vergangenen Wochen. In der 76. Minute schlägt Niclas Dühring die vorentscheidende Flanke in den Strafraum. Christopher Schepp ist mit dem Kopf zur Stelle. 2:0. Wenige Sekunden später schlägt Ole Schulz aus dem Mittelfeld einen hohen Ball in den Lauf von Schepp. Der holt den Lupfer über Lucas Fox raus. Doppelpack. 3:0.

„Das war ein hartes Stück Arbeit“, sagt Oliver Ioannou. Aber seine Mannschaft habe „reif und souverän“ gespielt. Und vor allem: „In den richtigen Momenten waren wir effizient.“

Und Geburtstagskind Jannes Elfers? Sein Arbeitstag endet in der 87. Minute ganz unspektakulär mit einer Auswechslung gegen Matti Cebulla. Elfers darf schon duschen. Elfers hat noch etwas vor an diesem späten Nachmittag. Die Familie wartet schon mit dem Geburtstagsständchen.

Quelle: Stader Tageblatt


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