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D/A träumt von der Rückkehr in den DFB-Pokal

1. Herren
Foto: IsoluxX Fotografie

Noch sind die Regionalligafußballer der SV Drochtersen/Assel voll fokussiert auf das Ligaspiel bei Hannover 96 II. Da brauchen sie ein Erfolgserlebnis. Denn am Dienstag wollen sie den Traum vom vierten Einzug in den DFB-Pokal am Leben erhalten.

Wenn die gegnerischen Fußballer im Kehdinger Stadion durch den Spielertunnel unter der Haupttribüne in Richtung Spielfeld gehen, wird bei vielen sicherlich ein Gefühl aufkommen, vielleicht ein Hauch von Neid oder Ehrfurcht oder Anerkennung, nur kurz, aber dieses überdimensionierte Schild ist schon eine Ansage. Denn da wird groß verkündet, in welchem Jahr die SV Drochtersen/Assel im DFB-Pokal gespielt hat. 2016 gegen Borussia Mönchengladbach, 2018 gegen Bayern München, 2019 gegen FC Schalke 04. Seit diesen Erfolgen wollen sie bei D/A mehr davon. Sie treten im Niedersachsenpokal an, um den Titel zu gewinnen. Das Scheitern der letzten Jahre schmerzte umso mehr.

Meppen und D/A haben eine gemeinsame Pokal-Historie

Am Dienstag, 3. Oktober, muss D/A im Halbfinale des Niedersachsenpokals beim SV Meppen bestehen. Gegen den Drittliga-Absteiger vermasselten die überlegenen Drochterser ihren Saisonstart mit 0:1. „Mittlerweile zeichnet Meppen eine Stabilität aus“, sagt D/A-Trainer Frithjof Hansen. Zuletzt fügte Meppen dem BW Lohne die erste Saisonniederlage zu.

Seitdem D/A in der Saison 2015/16 mit einem 2:0 gegen Egestorf-Langreder den Niedersachsenpokal gewonnen hatte, standen sich der SV Meppen als Drittligist und D/A in zwei Endspielen gegenüber. 2019 setzte sich D/A knapp mit 1:0 durch. 2021 verlor D/A im Elfmeterschießen mit 5:6. Christian Rusch setzte seinen Elfer gegen den Pfosten.

Im Jahr darauf scheiterte D/A im Halbfinale mit 2:3 an Rehden. In der vergangenen Saison war für D/A schon vor dem Viertelfinale in der Qualirunde Schluss - gegen den Drittligisten und späteren Pokalsieger VfL Osnabrück (0:2). Die Drochterser lechzen also nach dem vierten Erfolg, der gefühlt schon so lange her ist.

„DFB-Pokal ist das Größte“

„Wir haben gegen Meppen noch etwas gutzumachen“, sagt Sportdirektor Sören Behrmann, der als Spieler und Kapitän jeden Pokalerfolg miterlebt hat. „Davon träumt jeder, für einen Amateurfußballer ist der DFB-Pokal das Größte“, sagt Behrmann. Die Motivation ist eine besondere. Jonas Rambow wird wieder „coole Videos“ schneiden. Die vergangenen Erfolge in bewegten Bildern werden die D/A-Mannschaft anstacheln. „Ich bekomme schon eine Gänsehaut, wenn ich nur davon erzähle“, sagt Behrmann bezüglich seiner Erinnerungen.

Nach dem knappen 0:1 gegen Bayern München bekam er das Trikot von Mats Hummels und musste anschließend gefühlt mehr Autogramme geben als die Bayern-Stars. Behrmann konnte als Anführer diese besondere Motivation in Pokalspielen immer auf den Platz bringen.

„Wir müssen uns in Hannover das Selbstvertrauen holen“, sagt Behrmann. Am Samstag (13 Uhr) ist D/A bei Hannover 96 II gefordert.

Das anstehende Ligaspiel hat erst mal Vorrang

Die U23 des Zweitligisten hat zuletzt ein Ausrufezeichen gesetzt mit dem 3:2-Auswärtssieg gegen Teutonia Ottensen. „Hannover hat eine eingespielte Mannschaft, mit einer guten Altersstruktur und individueller Klasse“, sagt D/A-Trainer Hansen. Die offensiv ausgerichtete Spielweise komme D/A - hoffentlich - entgegen. „Wir rechnen uns da was aus“, sagt Hansen.

Im vergangenen Spiel gegen den VfB Oldenburg (1:1) überzeugten die Drochterser spielerisch wie kämpferisch in einem Regionalligaspiel auf hohem Niveau. Nur: D/A ließ wieder einige Großchancen liegen. „Mental ist das extrem schwierig“, sagt Hansen. Doch schon am Montag im Training habe er eine Aufbruchstimmung in der Mannschaft vernommen. Die Spieler wollen sich belohnen. „Wir müssen unsere guten Leistungen in Ergebnisse umwandeln“, sagt Hansen. Das soll in Hannover gelingen. „Die Mannschaft ist fokussiert, will sich ein gutes Gefühl für das dann anstehende Pokalspiel holen“, sagt der D/A-Trainer.

Viele D/A-Fans sollen Meppens Kulisse Paroli bieten

Zwei Fan-Busse hat die SV Drochtersen/Assel im Einsatz. Karten für das Pokalspiel können noch über D/A unter https://t1p.de/j2ylj bestellt werden. Eine Gästekasse wird im Meppener Stadion geöffnet sein. Interessierte, die mit einem Fanbus anreisen wollen, können sich bei Jürgen von Allwörden (0170/7334993) oder Lars Behrmann (0173/6234634) melden und erkundigen, ob es noch möglich ist. Beim Anmelden der Busfahrt kann ein Ticket mitgebucht werden. „Das wird eine tolle Kulisse in Meppen“, sagt Hansen, „da wird es schön, wenn unsere Mannschaft auch Unterstützung hat.“

Er erwartet ein Halbfinale auf Augenhöhe. Aus D/A-Sicht wären sie am Ende wieder als Sieger an der Reihe. Aber erst mal wartet Hannover.

Quelle: Stader Tageblatt


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