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Mit Leidenschaft zum Sieg: Was D/A der Nationalmannschaft voraus hat

1. Herren
Foto: Jörg Struwe

Spielerisch ist bei D/A noch eine Menge Luft nach oben. Aber beim 2:0-Sieg gegen den TSV Havelse packten die Drochterser Fußballer alte Tugenden aus. Mentale Stärke, Kampfkraft und Laufbereitschaft. Dabei musste D/A personell improvisieren.

 

Erst am Samstagmorgen hatte sich Innenverteidiger Tjorve Mohr krank abgemeldet. D/A-Trainer Oliver Ioannou musste improvisieren. Die Drochterser begannen gegen den TSV im 3:4:3-System. Neben dem etatmäßigen Innenverteidiger Nikola Serra reihten sich Matti Steinmann und Sebastian Haut in der Defensive ein. D/A gehen langsam die Spezialisten aus. Liam Giwah und Nico von der Reith sind noch verletzt.

D/A-Defensive wackelt bedenklich

In den ersten Minuten ging es in der D/A-Defensive vor 510 Zuschauern drunter und drüber. Selbst der erfahrene Steinmann strahlte in der zentralen Position zunächst keine Ruhe aus. Havelse attackierte früh. D/A brauchte eine Weile, um die Kontrolle zu erlangen. Und hatte prompt in der achten Minute die erste Möglichkeit. Moritz Göttel setzte nach einem starken Dribbling Miguel Fernandes in Szene. Sein abgefälschter Schuss war kein Problem für Havelses Torwart Tom Opitz.

Warum Schiedsrichter Gerhard Alexander Ludolph in der 14. Minute nicht auf Handelfmeter für D/A entschied, bleibt sein Geheimnis. Stattdessen zeigte Ludolph Moritz Göttel die Gelbe Karte wegen seines Protestes. Göttel hatte dem Unparteiischen pantomimisch vorgemacht, wie der TSV-Verteidiger im Strafraum den Ball im Stile eines Volleyballers wegbaggerte.

Zwingende Chancen bleiben aus

D/A fand besser in die Partie und setzte die besseren Offensivakzente. Nur der finale Pass und damit die zwingenden Torchancen blieben aus. Die Defensive stand jetzt sicherer und ließ keine Chancen der Gäste zu. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit häuften sich die Fehler bei den Hausherren. D/A hätte sich in der Nachspielzeit nicht über einen Rückstand beschweren dürfen. Torwart Patrick Siefkes parierte den Kopfball nach einer Havelser Ecke.

Start nach Maß in der zweiten Hälfte

Die zweite Hälfte begann für die Drochterser nach Maß. In der 51. Minute stand Maximilian Geißen nach einer Flanke von Jannes Elfers knochenfrei im Strafraum. Der Winkel zum Tor war zwar spitz. Aber Geißens Schuss war für Opitz unerreichbar. Die Führung war verdient.

Beide Teams agierten jetzt aggressiver. Rustikal stiegen die Spieler ein, manchmal bis knapp an die Grenze des Erlaubtem. Auf dem Rasen entwickelte sich ein Kampfspiel. Havelse wollte seine Bilanz von sieben ungeschlagenen Spielen in Serie nicht gefährden. D/A fightete um drei Punkte, um den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld zu erlangen.

Die Gangart spielte D/A in die Karten. Innenverteidiger Sebastian Haut wurde nach dem Abpfiff nicht umsonst zum Spieler des Tages gewählt. Haut verteidigte mit allem, was er hatte. „Ich fühle mich wohl auf dieser Position. Viele trauen mir das nicht zu“, sagt er. Aber D/A habe sich nicht den Schneid abkaufen lassen. Haut hatte nie das Gefühl, dass an diesem Samstagabend etwas schief gehen könnte. Die Spieler auf dem Platz bejubelten jeden gewonnenen Zweikampf. Dieses Pushen setzte letzte Kräfte frei. Richtig erklären kann Haut dieses Phänomen nicht. „Es fühlt sich einfach gut an“, sagt er.

Fernandes trifft zum 2:0 für D/A

Dribbelkünstler Dennis Rosin spielt seit Wochen auf hohem Niveau bei D/A. Auch am Samstag war er Dreh- und Angelpunkt der Drochterser Offensivbemühungen. In der 72. Minute leitete Rosin mit einem Solo auf der rechten Seite das 2:0 ein. Nach seinem Querpass schob Miguel Fernandes überlegt ein. Tom Opitz machte bei dem Gegentreffer im Havelser Tor keine gute Figur.

Spielerisch war das bei weitem nicht die beste Vorstellung von D/A in dieser Saison. Vor allem als Havelse hinten aufmachte, verpassten die Drochterser weitere Tore beim Konterspiel. Der eingewechselte Eric Gueye traf bei den schnellen Angriffen oftmals die falsche Entscheidung. Dem Flügelspieler fehlt die Spielpraxis. Aber die Mannschaft nahm den Kampf an. „Wir haben eine richtig gute zweite Halbzeit gespielt“, sagt D/A-Trainer Oliver Ioannou. „Wir haben auf dem Platz gefeiert, die Zuschauer mitgenommen. Das trägt einen zum Sieg“, so der Coach.

Drochterser Defensive in der Schlussphase kompromisslos

D/A brachte die Führung über die Zeit. Die Abwehrspieler klärten die Bälle kompromisslos. In der Schlussphase kam Matti Cebulla zu seinem ersten Regionalligaeinsatz. Eigentlich ist Cebulla in der zweiten Mannschaft in der Landesliga unterwegs. Mit seinen starken Leistungen in den vergangenen Wochen hatte sich der Sommerneuzugang empfohlen.

D/A hat mit dem Sieg gegen Havelse das erste Mal in dieser Saison zwei Spiele in Folge gewonnen. Bereits am Dienstagabend muss die Mannschaft erneut ran. Dann bestreitet D/A das Nachholspiel beim Drittletzten Eimsbüttel.

Quelle: Stader Tageblatt


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