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Sanne-Show in Drochtersen: Stürmer schießt D/A mit Hattrick zum Sieg

– 1. Herren
Foto: Jörg Struwe

D/A verwöhnt seine Fans gegen Jeddeloh mit mehr als einem halben Dutzend Toren. Erneut. Stürmer Tom Sanne trifft dreifach. Wer soll diese Offensivpower stoppen?

D/A bleibt im siebenten Regionalliga-Spiel in Serie ungeschlagen und feiert Sieg Nummer acht am zwölften Spieltag. Die SV Drochtersen/Assel hat den SSV Jeddeloh vor 1071 Zuschauern beim 7:2-Erfolg fast 90 Minuten lang im Griff. Mit einigen Anlaufschwierigkeiten.

 

In der zweiten Minute macht sich D/A-Keeper Jesper Heim ganz lang und faustet den Ball im letzten Moment aus der Gefahrenzone. Die Gastgeber suchen indes in der Offensive eine Lösung gegen die gute gestaffelte Jeddeloher Defensive. Eine Viertelstunde lang geht wenig in die Tiefe. Es ist ein Geduldsspiel. D/A fehlt der Geistenblitz.

Das ist die Drochterser Startelf

D/A beginnt wie immer mit Jesper Heim im Tor. Luca Menke, Muhammad Dahaba, Dominique Ndure und Jannes Elfers stehen in der Defensive. Jorik Wulff und Ole Schulz spielen im Mittelfeld. Auf den Außenbahnen startet das Duo Niclas Dühring und Alla Aid Hamid. Im Sturm wirbeln Tom Sanne und Christopher Schepp.

 

Zuletzt kam Ex-D/A-Stürmer Haris Hyseni beim SSV Jeddeloh allenfalls von der Bank. Heute spielt der 34-Jährige, der für Drochtersen in 66 Spielen 25 Tore erzielte, von Anfang an gegen seine ehemaligen Kollegen.

 

Hyseni ist in der 17. Minute an der Jeddeloher Führung beteiligt. D/A verliert im Mittelfeld den Ball. Der Tabellenvierzehnte schaltet schnell um. Hyseni legt den Ball auf die rechte Seite ab. Querpass. Tom Kanowski vollendet mühelos. 0:1. D/A bringt der Rückstand nicht aus der Ruhe.

D/A zieht Kraft aus kuriosen 13 Minuten

 

Den kuriosen vergangenen Spieltag habe D/A aufgearbeitet, sagt D/A-Trainer Oliver Ioannou. Drochtersen/Assel hatte im Spitzenspiel beim FSV Schöningen bis zur 77. Minute 3:0 geführt und dann noch drei Gegentore kassiert.

Aus diesen 13 Minuten habe D/A aus der ganzen Wut und Enttäuschung positive Energie gezogen. „Jetzt werden wir noch eine Schippe drauflegen und sind wild entschlossen“, sagt Ioannou. Das Spiel werde D/A stärken. Die positive Energie bekommt jetzt Jeddeloh zu spüren.

In der 18. Minute beginnt die Sanne-Show im Kehdinger Stadion. Der Mittelstürmer hatte vor etwas mehr als zwei Wochen beim 8:2-Sieg fünf Mal gegen Emden getroffen. Gegen Jeddeloh macht er in der ersten Halbzeit drei Treffer und schraubt sein Torjägerkonto auf zwölf.

So geht die Sanne-Show im Kehdinger Stadion

Das erste Tor entsteht nach einer Ecke von Jannes Elfers. Da staubt Sanne im Zentrum ab. In der 23. Minute schlägt Niclas Dühring einen Freistoß von rechts direkt aufs Tor. SSV-Keeper Moritz Onken lässt abklatschen. Sanne ist mit dem Kopf zur Stelle.

Bei Sannes drittem Treffer schlägt Dühring eine Ecke, die Christopher Schepp auf Sannes Kopf verlängert. 3:1 in der 27. Minute. D/A hat das Spiel gedreht. Die Standardsituationen sind der Dosenöffner. Doch D/A will mehr.

Schepp vergibt zwei gute Möglichkeiten. Ole Schulz versucht es aus der Distanz. Jeddeloh fälscht zur Ecke ab. Kurz vor dem Halbzeitpfiff trifft Schepp zum 4:1. Da sieht die Abwehr der Gäste nicht gut aus. Nach einer Flanke von Dühring macht es Schepp mit dem Kopf.

 

D/A hat nach der Pause Lust auf Tore

 

Nach Wiederanpfiff nimmt D/A zehn Minuten Anlauf, um dann wieder offensive Akzente zu setzen. Hamids Schuss in der 54. Minute blockt Jeddeloh im letzten Moment. Tom Sanne verzieht am ersten Pfosten nach einer präzisen Flanke. Jannes Elfers versucht es in der 60. Minute aus dem Rückraum. Dann scheppert es wieder.

Christopher Schepp steht im Zentrum völlig blank. Die Dühring-Flanke von links lässt Jeddeloh passieren. Schepp hat keine Mühe. 5:1. Bemerkenswert: In der Statistik von Niclas Dühring steht damit Vorlage Nummer fünf von fünf.

 Der Anschlusstreffer zum 5:2 durch Keita Taguchi in der 68. Minute wird D/A wurmen. Die Drochterser Defensive macht es Taguchi im Zentrum zu einfach. D/A-Coach Ioannou bringt frische Kräfte.

Stürmer Philipp Aue bedankt sich in der 79. Minute mit dem Treffer zum 6:2. Ein Konter wie aus dem Bilderbuch. Sanne startet rechts durch. Seine Flanke landet passgenau auf Aues Kopf. Der eingewechselte Matti Steinmann legt sogar noch einen drauf. Nach einer Ecke von Elfers in der Nachspielzeit erzielt er per Kopf das 7:2.

Quelle: Stader Tageblatt


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